Mannheim Oktober 2012

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Geheimmaterial aufgetaucht!

Sensationelles, bislang geheim gehaltenes Bildmaterial belegt eine nicht für möglich zu haltende Kooperation zwischen DB und DR mit US-Bahnen - und dies mitten im Kalten Krieg! Wie nähere Nachforschungen zeigten, waren die US-Bahnen daran interessiert, von ihren Mittelpufferkupplungen loszukommen, die sich einfach als zu wenig arbeitsintensiv herausstellte. Daher wurden sowohl DB als auch DR zu Vorführungen und Probefahrten in die USA eingeladen. Der Präsident der Reichsbahndirektion Dresden ließ es sich nicht nehmen, mit dem Bereisungstriebwagen persönlich einige Fahrten über amerikanische Branchlines zu unternehmen. Das erstaunlich gut erhaltene Bildmaterial - sogar in Farbe - ist ein unanfechtbarer Beleg dafür. Die Augenzeugen wurden offenkundig geblitzdingst (warum heißt der K-mart wohl so? :-) ), um die Geheimhaltung sicherzustellen.

Probefahrten in USA

Probefahrten in USA Probefahrten in USA

Probefahrten in USA Probefahrten in USA

Kuppeln - aber wie? Das ist hier die Frage!

Hier der Stein des Anstoßes - die automatische Mittelpufferkupplung, wie sie in den USA üblich ist:

US-Kupplung

Und so sieht die europäische Lösung aus:

OBK

Die Vorführungen in den USA demonstrierten auch das An- und Abkuppeln von Wagen sowie die Montage der Kupplung:

OBK OBK

Wie die Geschichte ausgegangen ist, weiß heute im Rückblick jeder: In den USA wird immer noch die Mittelpufferkupplung verwendet und in Europa immer noch die Bügelkupplung, die wiederum Puffer an den Wagen braucht.


Fazit:

Die Probefahrten haben gezeigt, dass mit der OBK Ziehen und Schieben kein Problem ist, nicht nur in der Geraden, sondern auch in Weichenstraßen. Ein Verhaken der Kupplung beim Schieben durch Gegenbögen in Weichenstraßen tritt nicht auf, weil der Kupplungshaken hinter der Ebene der Pufferteller sitzt. Dafür allerdings ist beim Ziehen ein sichtbarer Abstand zwischen den Puffern vorhanden. Das ist der Preis für das Nichtverhaken beim Schieben durch Gegenbögen und das Nichtvorhandensein einer breiten Prallplatte an der Kupplung, die sie faktisch zur Mittelpufferkupplung machen würde. Etwas Toleranzen fielen auf was die Bügel angeht, nicht alle liegen waagerecht, manche hängen leicht nach unten, was das Einkuppeln natürlich erschwert. Die Bügel müssten alle waagerecht liegen oder sogar schon ganz leicht nach oben zeigen. Kritisch ist die exakte Montage, hierfür wird eine bessere Lehre benötigt. Eine exakte und exakt reproduzierbare Montage der Kupplung ist wesentlich für deren Kuppelverhalten. Die Kupplung hat jedenfalls das Potenzial, in H0fine-Kreisen in größerem Umfang eingesetzt zu werden. Beim nächsten Basteltreffen in Wannweil November 2012 wird genau das ein Thema sein.

Fotomaterial

Natürlich wurde die günstige Gelegenheit - Kooperation hin oder her - genutzt, zu fotografieren, was nur geht:

Sonstige Bilder